Aktien
Die globalen Aktienmärkte schlossen das erste Quartal überwiegend im Minus, wobei sich ein ausgeprägt heterogenes Bild zwischen den Regionen zeigte. Der MSCI World verlor in USD 3.6% – ein Ergebnis, das die tiefer liegende Divergenz zwischen einem schwächeren Westen und einem resilienteren Asien nur unvollständig abbildet.
In den USA gerieten insbesondere grosse Technologiewerte unter Druck. Der Nasdaq 100 fiel um 5.8%, der S&P 500 um 4.4%. Belastend wirkten vor allem steigende Realrenditen, die kapitalintensive Wachstumsmodelle besonders trafen. Gleichzeitig zeigte sich eine zunehmende Marktrotation: US-Nebenwerte entwickelten sich mit +0.9% (Russell 2000) leicht positiv. Dies signalisiert eine Verschiebung der Performancetreiber weg von den dominierenden grosskapitalisierten Technologiewerten hin zu breiteren Marktsegmenten, die von Kapitalzuflüssen profitierten.
In Europa blieb die Entwicklung insgesamt verhalten, jedoch mit deutlichen regionalen Unterschieden. Der Stoxx Europe 600 gab lediglich 1.0% nach, während der Euro Stoxx 50 mit -3.6% stärker unter Druck stand. Besonders schwach präsentierte sich der deutsche Aktienmarkt: Der DAX verlor 7.4%, belastet durch seine hohe Gewichtung zyklischer Sektoren wie Industrie, Automobil und Chemie, die unter schwacher Exportdynamik, strukturellem Anpassungsdruck sowie gestiegenen Energiekosten litten. Demgegenüber entwickelte sich der britische Markt klar positiv: Der FTSE 100 gewann 3.4%, gestützt durch seine hohe Exponierung gegenüber Energie- und Rohstoffunternehmen, die vom Anstieg der Ölpreise profitierten. Der Schweizer Markt (SPI) verzeichnete ein Minus von 2.1%.
Ausgewählte asiatische Märkte bildeten das Gegengewicht zur schwächeren Entwicklung im Westen. In Japan legte der TOPIX um 3.6% zu. Besonders dynamisch entwickelten sich Korea (+20.5%, KOSPI) und Taiwan (+9.8%, TAIEX), getragen von der anhaltend starken Nachfrage nach Halbleitern und KI-Infrastruktur. Insgesamt schlossen die Schwellenländer nahezu unverändert (MSCI EM -0.2%), wobei chinesische Aktien (Hang Seng -3.0%; CSI 300 -3.7%) schwächer tendierten.
Obligationen
Die Anleihenmärkte standen im ersten Quartal im Zeichen steigender Renditen infolge höherer Inflationserwartungen und verzeichneten entsprechend Kursverluste. Die Diversifikationseigenschaften gegenüber Aktien erwiesen sich als wenig verlässlich. Eine Ausnahme bildeten inflationsgeschützte Anleihen, die auf globaler Ebene um 0.8% zulegten. Unternehmensanleihen gerieten moderat unter Druck: bonitätsstarke Anleihen (Investment Grade) verloren 1.1%, Hochzins- und Schwellenländeranleihen in USD jeweils 1.3%. Schweizer Staatsanleihen (SBI AAA-BBB) hielten sich mit +0.2% weitgehend stabil. Das tiefe Renditeniveau der Eidgenossen limitierte zwar die Ertragsperspektive, bot aber strukturellen Schutz.
Bemerkung: Sämtliche Marktangaben sind, sofern nicht anders vermerkt, in der jeweiligen Lokal-bzw. Indexwährung ausgewiesen.
Alternative Anlagen
Rohstoffe dominierten das Quartal klar und spiegelten den Energiepreisschock unmittelbar wider. Der Bloomberg Commodity Index stieg um 23.3%, getrieben vom Ölpreis: WTI (+77.9%) und Brent (+72.6%) reagierten unmittelbar auf die Lage im Nahen Osten.
Edelmetalle entwickelten sich mit +7.6% insgesamt positiv, zeigten jedoch ein atypisches Verhalten. Gold legte im Quartal zwar um 8.1% zu, fiel jedoch nach seinem Höchststand von USD 5'594.34 am 29. Januar zwischenzeitlich um knapp 20%. Der Rückgang ist auf einen überkauften Markt nach der starken Rally im Jahr 2025 sowie auf temporäre Liquiditätsbedürfnisse zurückzuführen. Entsprechend konnte Gold seine klassische Rolle als stabilisierendes Portfolioelement nur eingeschränkt erfüllen.
Demgegenüber standen deutliche Verluste bei kotierten Private-Equity-Gesellschaften von 18.6% und Kryptowährungen, welche 26.5% korrigierten (Bitcoin -22.2%).
Bemerkung: Alle Angaben in USD; Private Equity Index in EUR.