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Anlagebericht

Mit grossem Elan in den Frühling

Bessere Wirtschaftszahlen und anziehende Unternehmensgewinne haben den Aktienmärkten im ersten Quartal zu schönen Gewinnen verholfen. Die Signale stehen auf grün.

Auftakt nach Mass

Ein Auftakt nach Mass ist den Finanzmärkten dieses Jahr geglückt. Grüne Zahlen dominierten dabei vor allem die Bildschirme der Aktienhändler. Asiatische Papiere waren im ersten Quartal besonders gefragt, und das entsprechende Barometer dieser Märkte (ohne Japan) legte gleich um einen zweistelligen Prozentbetrag zu. Aber auch die Schweiz, Deutschland sowie die USA lagen mit Gewinnen zwischen 5,5 und 7,5% gut im Rennen.

 

Durchschnittliche Wachstums- und Inflationsprognosen der vom britischen Wirtschaftsmagazin «The Economist» im März befragten Ökonomen:

 

Von einer grossen Marktbreite zeugt die Entwicklung des Weltaktienindex, welcher in US-Dollar ausgedrückt um 6,4% in die Höhe geklettert ist. Einzig Japan vermochte dem Feld nicht zu folgen und trägt abgeschlagen die rote Laterne. Gold hatte dagegen einen guten Lauf. Mit 7,6% schlug der Gewinn des Edelmetalls für die Dreimonatsperiode zu Buche.

Bei den Obligationen drückte der Anstieg der langfristigen Renditen für Staatsanleihen in vielen Ländern etwas auf die Stimmung. Als Lichtblick ist hier allerdings zu vermerken, dass die Renditen für neue Käufe zumindest in einzelnen Ländern der südeuropäischen Peripherie wieder etwas normaler aussehen als auch schon. So werfen zehnjährige Regierungsanleihen in Italien 2,33%, in Portugal 4,25% und in Griechenland gar 7,25% ab, freilich mit entsprechenden Risiken. In der Schweiz und in Kerneuropa bieten festverzinsliche Papiere dagegen weiterhin äusserst magere Kost. Die von uns eingesetzten Fonds für spezielle Gebiete im festverzinslichen Bereich liegen fast alle im Plus.

Konjunkturhoffnungen treiben an den Aktienbörsen Blüten

Konjunkturhoffnungen treiben an
den Aktienbörsen Blüten

Das Frühlingserwachen an den Aktienmärkten fusst auf einer deutlich verbesserten Einschätzung der weltweiten Konjunkturentwicklung. So signalisiert etwa der globale Einkaufsmanager-Index (PMI) als wichtiger vorlaufender Indikator den stärksten Aufschwung seit drei Jahren. In der Gruppe der wichtigsten Industrieländer zeigten im Februar nur die PMIs in Brasilien und Südkorea eine Kontraktion an. In allen anderen Ländern standen die Zeichen mit Werten von über 50 schon im Winter auf Expansion. Die nun nach und nach eintreffenden März-Zahlen lassen keinen negativen Knick in dieser erfreulichen Situation befürchten. Aufgrund früherer Beobachtungen weisen solche PMI Werte in ihrer Gesamtheit auf ein mögliches Weltwirtschaftswachstum von rund 4% hin.

Sehr gut sieht die Lage etwa in den USA aus, wo verschiedene Teilindikatoren auf mehrjährige Höchststände geklettert sind. Wirft man zudem noch einen Blick auf den amerikanischen Arbeitsmarkt, wo die Arbeitslosenquote auf 4,7% und damit auf Vor-Finanzkrisen-Niveau gefallen ist, erstaunt es nicht, dass in Amerika auch die Konsumenten euphorisch gestimmt sind. Der vom Conference Board berechnete Index des Verbrauchervertrauens ist im März auf ein seit 16 Jahren nicht

mehr erreichtes Niveau hochgeschossen. Was die Wachstumsprognosen für das jeweilige Bruttoinlandprodukt (BIP) betrifft, finden die grossen Würfe nach wie vor im fernen Osten statt. China und Indien brillieren dort mit Erwartungen von 6,5 bzw. 7,2% für 2017. Im Westen sehen Spanien und die USA relativ fit aus.

 

Entwicklung der Aktienmärkte seit Anfang 2017:

Unternehmensgewinne erholen sich deutlich

Unternehmensgewinne
erholen sich deutlich

Aus den Unternehmenszentralen kommen ebenfalls erfreuliche Nachrichten. Die Gewinnrezession, in welcher die Firmengewinne während rund vier Quartalen in ihrer Gesamtheit gesunken waren, ist definitiv überwunden. Im vierten Quartal 2016 sind beispielsweise die Gewinne der 500 grössten US-Konzerne (welche im S&P-500-Index abgebildet sind) gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 9,3% gestiegen. Für die erste Dreimonatsperiode des neuen Jahres gehen die Schätzungen von einem ähnlichen Zuwachs aus. Die wirtschaftliche Beschleunigung in Europa in Kombination mit dem weiterhin sehr tiefen Zinsniveau in der alten Welt lassen auch für europäische Firmen eine Erholung der Erträge erwarten.

Die Erhöhung der kurzfristigen Leitzinssätze in den USA im März um ¼-Prozentpunkt bot keine Überraschung und ist vom Markt schlank absorbiert worden. Ihr dürften im weiteren Verlauf des Jahrs mindestens zwei weitere Schritte um je ¼-Prozentpunkt folgen, sofern aus den Krisenherden (globale Politik und Wahlen, italienische Banken, griechische Schuldenkrise u.a.) nicht neue Flammen auflodern. Damit geht das Fed punkto Geldpolitik anderen Ländern voraus. In der Schweiz bleibt die Währungshüterin dagegen genötigt, mit Negativzinsen eine weitere Aufwertung des Frankens so gut es geht zu parieren. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält an der ultralockeren Geldpolitik fest.

Die von uns eingesetzten Aktienfonds haben seit Jahresbeginn die folgenden Renditen erzielt2 und ihre Vergleichsindizes fast überall geschlagen:

2 Performance in Fondswährung. Quelle: Bloomberg oder jeweilige Fondsgesellschaft.

 

Andere von uns eingesetzte Fonds
entwickelten sich wie folgt3:

3 Performance inkl. reinvestierte Ausschüttung, wo anwendbar.

Fazit: Politische Risiken grösser als die wirtschaftlichen

Fazit: Politische Risiken grösser als die wirtschaftlichen

Der Schwung der Aktienmärkte scheint ungebrochen zu sein. Noch ist kaum Euphorie zu spüren, was grundsätzlich ein gutes Zeichen ist. Auf der anderen Seite mahnt die sehr tiefe Volatilität vor einer gewissen Sorglosigkeit der Investoren. Die Bewertungen haben teilweise luftige Gefilde erreicht, vor allem in den USA. Europa ist günstiger bewertet. Obligationen sind keine Alternative zu Aktien. Die Risiken sind im Moment weniger in der wirtschaftlichen als vielmehr in der politischen Ecke angesiedelt.

 

Seit Jahresanfang haben sich die Renditen zehnjähriger Staatsobligationen uneinheitlich entwickelt:

 

Asset Allokation
An den Sitzungen des Anlagekomitees haben wir die folgende Asset Allokation eines ausgewogenen Schweizer-Franken-Portfolios mittlerer Risikostufe ohne kundenseitige Einschränkungen beschlossen (Mandate in anderen Referenzwährungen weisen teilweise abweichende Veränderungen und Gewichtungen auf):

Geldmarkt
Durch die Erhöhung der europäischen Aktienquote hat sich die Liquidität leicht reduziert. Sie liegt aber noch immer über der langfristigen strategischen Zielgrösse und dient als Reserve für neue Opportunitäten. Die Pufferwirkung gegen Wertschwankungen in anderen Anlagekategorien erscheint uns sehr wertvoll.

Obligationen
Die Renditen sind leicht gestiegen. Zumindest in den USA hat der Zinstrend nach oben gedreht. Wir haben in den vergangenen drei Monaten keine aktiven Veränderungen vorgenommen und bevorzugen ausschliesslich kurze Laufzeiten.


Aktien Schweiz
Wegen des Kursanstiegs der Schweizer Aktien hat sich deren Gewichtung am Ende des Quartals auf neutral erhöht. Unsere Auswahl an direkt gehaltenen Titeln, das Swiss Stock Portfolio (SSP), weist für das erste Quartal abermals eine höchst erfreuliche Performance auf. Diese beläuft sich auf 10,5% (inkl. Dividenden). Der Vergleichsindex SPI (Total Return) hat in der Berichtsperiode einen Gesamtertrag von 7,5% erreicht. Damit resultiert für das SSP eine Outperformance von 3%. Seit 2010 beläuft sich die jährliche Performance des SSP auf 12,6% p.a., womit die Benchmark von 7,7% klar geschlagen wurde. In den SSP-Zahlen sind Transaktionskosten und Quellensteuern abgezogen. Dagegen sind im Vergleichsindex keine Kosten angefallen. Auch die eingesetzten Aktien-Fonds haben sich gut und im Vergleich zur Benchmark sogar sehr gut geschlagen (siehe Tabelle).

Aktien Europa
Die einzige Veränderung in der Asset Allokation betrifft die europäischen Aktien. Wir haben die Positionen in allen Referenzwährungen um drei Prozentpunkte erhöht und sind damit gegenüber unserer langfristigen Strategie nun übergewichtet. Zu diesem Zweck haben wir – je nach Mandat – entweder die bestehenden Positionen im europäischen Aktienfonds erhöht oder Anteile des ETFs iShares Stoxx Europe 600 gekauft.

Das Direktanlage-Portfolio European Stock Portfolio (ESP) weist für das erste Quartal eine Performance von 5,1% auf. Der DJ STOXX 600 Index hat im selben Zeitraum eine Rendite von 6,1% erreicht (beide Werte als Gesamtertrag berechnet, d.h. inkl. Dividenden). Gegenüber einem reinen Value-Vergleichsindex, welcher präziser unserem Anlagestil entspricht, resultiert dagegen eine Outperformance von 0,6 Prozentpunkten. Seit 1993 beläuft sich die mittlere jährliche Performance unserer Aktien-Auswahl auf rund 9%, verglichen mit 7,2% der allgemeinen Benchmark. In den Zahlen für das ESP sind Transaktionskosten und Quellensteuern abgezogen, wogegen der Referenzindex natürlich ohne Kosten kalkuliert wird.

Aktien USA
Im Verlauf des Quartals ist das Kursniveau in bisher unbekanntes Territorium vorgedrungen. Dieser Markt ist mittlerweile relativ hoch bewertet, profitiert aber von einer soliden technischen Verfassung. Wir haben keine Veränderung vorgenommen und sind neutral positioniert.


Gemessen an den Kurs /Gewinn-Verhältnissen4 der letztbekannten Gewinne für zwölf Monate sind einige Märkte seit Anfang Jahr teurer geworden, einige wurden günstiger:

* Quelle: Bloomberg

 

Aktien Asien (ohne Japan)
Nach dem durchzogenen vierten Quartal 2016 haben asiatische Aktien in den letzten drei Monaten förmlich abgehoben. Dank der im Vorjahr erhöhten strategischen Gewichtung hat sich das positiv auf die die Kundenportfolios ausgewirkt. Die Positionen wurden im ersten Quartal nicht verändert, die Gewichtung liegt mit rund 7,6% im neutralen Bereich.

 

Aktien Japan
Unverändert und neutral gewichtet ist auch die Positionierung in Japan (2,9%), einem der wenigen Aktienmärkte, der im Startquartal des neuen Jahres nicht in die Gänge kam.

Alternative Anlagen
Hier gab es ebenfalls keine Änderungen. Der von uns eingesetzte Fonds repräsentiert eine neutrale Gewichtung und erfüllt dank Kursgewinnen bei sehr geringen Kursschwankungen den ihm zugedachten Zweck.

Edelmetalle
Ebenfalls unverändert ist die Gold-Position. Das Edelmetall hat das Jahr schwungvoll begonnen und bereits mit einem schönen Gewinnbeitrag an die Gesamtperformance der Portfolios geglänzt.


Unsere Asset Allokation zusammengefasst5:

5 Bezogen auf Referenzwährung Schweizer Franken.

 

Kurs / Buchwert und Dividendenrendite wichtiger Aktienmärkte:

 

In eigener Sache

In eigener Sache

Neu ist Philipp Marxer in den Kreis der Partneraktionäre aufgenommen und gleichzeitig zum Direktor befördert worden. Er ist seit 2007 im Unternehmen tätig und seit 2008 Mitglied der Geschäftsleitung. Dort steht er dem Bereich Operations vor, welcher Infrastruktur, Personal, Buchführung und Compliance beinhaltet. Marxer ist eidg. dipl. Bankfachexperte und verfügt über mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in den Bereichen Geld- und Devisenhandel sowie Kundenberatung im Anlagebereich und Portfolio-Management. Vor seiner Tätigkeit bei Salmann war er in leitender Position bei einem Family Office in Liechtenstein tätig.

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Aktienmärkte auf einen Blick

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Obligationenrenditen und andere Kennziffern

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Rechtliche Hinweise

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Quelle der Grafiken: Bloomberg